Kabelverteilnetz Neuenegg
Erschliessung Neuenegg
Step-by-step wurde in den folgenden Jahren das ganze Dorf erschlossen wobei oft auch die Liegenschaftsbesitzer mitgeholfen haben ein Kabelschutzrohr von den Verstärkern bis zu ihrer Liegenschaft einzulegen. Die Anschlussgebühren waren gering und oft in Verrechnung mit den erbrachten Eigenleistungen für den Anschluss. So konnte der Weiterausbau der Anlage finanziert und die nötigen liquiden Finanzmittel in Grenzen gehalten werden.
Die ersten Verstärker wurden in Bodenschächten montiert, doch setzte die Feuchtigkeit selbst den hermetisch geschlossen Verträgen derart zu, dass sie, entgegen den Zusicherungen der Lieferfirma, in oberirdische Kästen verlegt werden mussten.
Ausdehnung des Kabelverteilnetzes
Erwähnenswert ist, dass das Verteilnetz innert weniger Jahre das bewohnte Dorfgebiet bis gegen Thörishaus, eingeschlossen den Campingplatz, sowie die Liegenschaften Richtung Bramberg und Landstuhl wie auch bis zur „Bärenklaue“ gegen Laupen erschloss. Damit wurde der grösste, wenn oft auch nicht kostendeckende Teil der Gemeinde Neuenegg, am Netz angeschlossen. Nicht berücksichtigt konnten die Wünsche für einen Anschluss derjenigen Einwohner der Gemeinde Neuenegg, die ausserhalb des Dorfes gebaut haben und für die eine Netzerweiterung mit erheblichen Mehrkosten für eine Zuleitung mit Verstärkern verbunden gewesen wäre.
Auf der Ost-Westachse des Dorfes Neuenegg wurden über die Ausdehnung von 3,5 km bis ins Jahr 1990 sukzessive rund 1000 Teilnehmer angeschlossen.
Unterhaltsvertrag mit der Firma E. Muster, Flamatt
Da die Erschliessung in der Agglomeration Neuenegg auch die Sicherstellung des Betriebes erforderte, wurde bereits 1966 mit dem Radiogeschäft Ernst Muster in Flamatt ein Unterhaltsvertrag für den Störungsfall abgeschlossen (das ortsansässige Radiogeschäft R. Gerber verfügte über kein entsprechendes Fachpersonal das hätte geschult und eingesetzt werden können).
Das Ziel einer Radio- und TV-Versorgung Neuenegg mit mehreren Programmen ohne "Antennenwald" wurde erreicht !
Verkauf des Kabelverteilnetzes nach 25 Jahren, am 6. November 1990
Beruflich wurden Viktor Colombo Sonderaufgaben aufgebunden die eine wesentliche Mehrbelastung brachten und auch die Freizeit beschnitten. Das Kabelnetz wurde am 6. November 1990 der Firma Ernst Muster, Flamatt, verkauft, die die Anlage zusammen mit ihren eigenen Verteilnetzen im Oktober 1996 an die CABLECOM weiterverkaufte.
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